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Aktuelles aus dem Gemeinderat 10.05.2016

von Daniel Gubler

Ausserordentliche Erträge führten zu einem aussergewöhnlich guten Rechnungsabschluss 2015


Nach 2014 durfte Finanzverwalter Wolfgang Fahrer dem Gemeinderat für das Rechnungsjahr 2015 wiederum ein sehr gutes Ergebnis präsentieren. Dass das aussergewöhnlich gute Resultat mit ebenso aussergewöhnlich hohen und leider nicht wiederkehrenden Steuereinnahmen begründet ist, tat der Freude keinen Abbruch. Entsprechend bester Laune wurde der Gesamtgemeinderat umfassend und kompetent über die Jahresrechnung in Kenntnis gesetzt.

Der Voranschlag 2015 rechnete mit einem kleinen Ertragsüberschuss von Fr. 17‘519.00. Der nun erzielte Ertragsüberschuss fiel mit rund 1,2 Mio. Franken rekordverdächtig hoch aus.

„Das Rechnungsjahr 2015 war in jeder Hinsicht ein aussergewöhnliches Jahr“, so Finanzverwalter Wolfgang Fahrer. „Einerseits waren ungewöhnlich viele dringliche Nachtragskredite speziell beim Liegenschaftsunterhalt zu sprechen und andererseits wurden diese nicht geplanten Ausgaben durch noch weit höhere zusätzliche Erträge ausgeglichen.“

Die Analyse der zusätzlichen Erträge bestätigt die Einmaligkeit und damit die nicht budgetierbaren Mehreinnahmen. So tragen, eindeutig als einmalig erkennbare, höhere Steuereinnahmen bei den „Natürlichen Personen Fr. 340‘000.00 und zusätzlich Fr. 50‘000.00 bei den „Juristischen Personen“ relevant zum hervorragenden Rechnungsergebnis bei. Den wesentlichsten Beitrag liefern jedoch die sogenannten Steuerabgrenzungen der noch nicht definitiven Steuerveranlagungen. „Solche Steuerabgrenzungen dürfen unter HRM2 nicht mehr gemacht werden. Die Wirkung ist mit einer Ergebnisverbesserung von rund 620‘000.00 sehr gross, bleibt aber - leider - ein einmaliger Vorgang“, so die Ausführungen des Finanzverwalters.

Nicht ausgeschöpfte Kredite führten trotz zahlreicher Nachtragskredite beim Liegenschaftsunterhalt zu Minderausgaben von knapp Fr. 70‘000.00. Auch das hat mit zum guten Ergebnis beigetragen. Dafür verantwortlich sind insbesondere die Fachkommissionen und die Verwaltung und deren verantwortungsvoller Umgang mit den ihnen anvertrauten Steuergeldern.

Positiv schliessen auch die beiden Spezialfinanzierungen ab. Die Rechnung der Abwasserbeseitigung mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 9‘053.55 und die Spezialfinanzierung Abfall mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 5‘857.30.

Nach Vornahme von zusätzlichen Abschreibungen konnten knapp 490‘000.00 dem Eigenkapital zugewiesen werden. Dieses beträgt nun gut 1,9 Mio. Franken.

Das Rechnungsjahr war auch geprägt von hohen Investitionen. Die Investitionsrechnung schliesst bei Ausgaben von Fr. 1‘347‘788.65 und Einnahmen von Fr. 181‘864.10 mit Nettoinvestitionen in der Höhe von Fr. 1‘165‘924.55 ab. Dank dem guten Rechnungsergebnis wurde ein Finanzierungsüberschuss von Fr. 930‘290.13, das heisst ein Selbstfinanzierungsgrad von knapp 118 % erzielt. Die Investitionen konnten damit erfreulicherweise eigenfinanziert werden. Das Pro-Kopf-Vermögen liegt damit bei Fr. 1‘575.00. In den nächsten Jahren muss jedoch aufgrund der hohen geplanten Investitionen mit einem Fremdkapitalbedarf gerechnet werden. Das bedeutet, die Gefahr einer erneuten höheren Verschuldung bleibt hoch. Derzeit weist die Bilanz Darlehen in Höhe von 2 Mio. Franken aus.

Die Rechnungsprüfungskommission, vertreten durch den Präsidenten Costantino Lanni, empfiehlt in ihrem Bericht die Verwaltungsrechnung ohne Einschränkungen und Vorbehalte zur Genehmigung.


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